Wir danken Gott für Sr. Maria Horn

Auf dieser Seite finden Sie Nachrufe und die Trauerfeier.

Trauerfeier

Lieder Beerdigung

Nach dem Wunsch der Verstorbenen – hier zum Mitsprechen oder Mitbeten

EG 398, 1- 2 Cyriakus Schneegaß

1) In dir ist Freude in allem Leide, O du süßer Jesu Christ!
Durch dich wir haben himmlische Gaben, Du der wahre Heiland bist. Hilfest von Schanden, rettest von Banden. Wer dir vertrauet, hat wohl gebauet, wird ewig bleiben. Halleluja.
Zu deiner Güte steht unser G’müte. An dir wir kleben im Tod und Leben. Nichts kann uns scheiden. Halleluja

2) Wenn wir dich haben, kann uns nicht schaden Teufel, Welt, Sünd oder Tod. Du hast’s in Händen, kannst alles wenden, wie nur heißen mag die Not.
Drum wir dich ehren, dein Lob vermehren Mit hellem Schalle, freuen uns alle zu dieser Stunde. Halleluja. Wir jubilieren und triumphieren.
Lieben und loben dein Macht dort droben, mit Herz und Munde. Halleluja

EG 397, 1+3 Martin Schaller

1) Herzlich lieb hab ich dich, o Herr. Ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit deiner Güt’ und Gnaden.
Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Erd und Himmel frag ich nicht, wenn ich nur dich kann haben.
Und wenn mir gleich mein Herze bricht, so bist du doch mein Zuversicht, mein Teil und meines Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst.
Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr,
in Schanden lass mich nimmermehr.

3) Ach Herr, lass dein lieb‘ Engelein an meinem End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen.
Der Leib in seim Schlafkämmerlein gar sanft ohn alle Qual und Pein ruh bis zum Jüngsten Tage.
Alsdann vom Tod erwecke mich, dass meine Augen sehen dich
in aller Freud, o Gottes Sohn, mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich.
Ich will dich preisen ewiglich.

EG 116, 1+5 Afrikanische Weise

1) Er ist erstanden, Halleluja!
Freut euch und singet, Halleluja! Denn unser Heiland hat triumphiert, All‘ seine Feind‘ gefangen er führt. Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, Der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd‘ ist vergeben, Halleluja!
Jesus bringt Leben. Halleluja!

5) Er ist erstanden, hat uns befreit; Dafür sei Dank und Lob allezeit.
Uns kann nicht schaden Sünd‘ oder Tod, Christus versöhnt uns mit unserm Gott. Lasst uns lobsingen vor unserem Gott, Der uns erlöst hat vom ewigen Tod. Sünd‘ ist vergeben, Halleluja!
Jesus bringt Leben. Halleluja!

Beerdigung zum Nach- oder Mitlesen

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Nachrufe

Pressemitteilung Mission EineWelt, Neuendettelsau/Nürnberg, 27. Januar 2021

Arbeit zur Ehre Gottes

Mission EineWelt trauert um Schwester Maria Horn

Am 21. Januar ist Schwester Maria Horn im Alter von 93 Jahren verstorben. „Schwester Maria Horn war eine der Letzten, für die Mission eine Lebensaufgabe war. Mit ihrem Idealismus, ihrem bedingungslosen Gottvertrauen und ihrem selbstlosen Einsatz für die Menschen in Papua-Neuguinea ist sie uns bis heute ein großes Vorbild“, würdigt Hanns Hoerschelmann, Direktor von Mission EineWelt, die Verstorbene.

Dass sie in den Missionsdienst gehen wollte, kristallisierte sich für Maria Horn schon als Kind heraus. Die gebürtige Nürnbergerin machte bei Kleinsammlungen für die Missionsarbeit mit und bekam dafür vom Pfarrer Bildchen. Auf einem davon stand, so erinnerte sich Horn vor Jahren im Gespräch mit der Fränkischen Landeszeitung, „O Jesu, Du rufst mich, ich folge Dir“. Als sie das las, sei ihr klargeworden, „was ich für mein Leben will“, erzählte sie damals.

Folgerichtig ließ sich Maria Horn zur Krankenschwester und Hebamme ausbilden, trat der Diakonischen Schwesternschaft in Neuendettelsau bei und ließ sich 1953 von der damaligen Missionsanstalt nach Papua-Neuguinea aussenden.

Dort arbeitete sie als Krankenschwester und Hebamme in Yagaum, Okapa und Awande. Ab 1966 übernahm sie die Leitung der damaligen Leprastation in Etep, die sie in den Folgejahren zum Gesundheitszentrum ausbaute. 1992 wurde Maria Horn für ihre Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Nach 41 Jahren im Dienst der Mission ging Schwester Maria Horn im Jahr 1994 in den Ruhestand, den sie in Neuendettelsau verbrachte. Von dort aus setzte sie sich mit dem von ihr gegründeten Verein „Initiative Patenschaften für Neuguineas Kinder“ für die Menschen in Papua Neuguinea ein.

Ihr Arbeitscredo beschrieb sie so: „Möge diese Arbeit zur Ehre Gottes geschehen“.

Thomas Nagel
Medien- und Pressereferent
www.mission-einewelt.de

Office of the Bishop, Evangelical Lutheran Church of Papua New Guinea, Lae, Morobe Province, 22. Januar 2021

Condolences Message - Sr. Maria Horn

Dear Families and Friends of late Sr. Maria Horn,

It is with great sadness to hear of the passing of a pioneer missionary / medical worker who served in the Evangelical Lutheran Church of Papua New Guinea from 1953 – 1994. The Lord who has given has taken away and we give glory to Him, the giver of life.

On behalf of the Evangelical Lutheran Church of Papua New Guinea I convey to the family members our deep sorrow. In Christ Jesus we share with you the loss and pain of a servant who gave her life for God’s people in New Guinea and pray for God’s comfort and strength in this time of sadness.

We do sincerely acknowledge her dedicated service to the ELCPNG and our country for 30 years of her life time. We thank God for the gift of her life, her service as a medical sister and her talents in the medical profession which our people and church benefited immensely. We thank her family and the Evangelical Lutheran Church in Bavaria for allowing her to serve in that capacity to extend God’s love to the people in Papua New Guinea through the ministry of health services. She has definitely left huge legacies behind and we are now blessed by what she planted years ago. The hospitals she helped to build and serve is still operational and serving many lives.

We pray that God will hold us together in faith and in love with the sure hope of eternal life which she and those who have been called home ahead of us will share together. In solidarity our long historical journey of partnership will remain strong in Christ Jesus, our Lord.

May the God of consolation grant you peace and strength in this time and always!

Rt. Rev. Dr. Jack Urame
Head Bishop – The Evangelical Lutheran Church of Papua New Guinea

Pfr. Arnim Dörfer, Centrum Mission EineWelt, 27. Januar 2021

Liebe Angehörige und Freunde, sehr geehrte Trauergemeinde

wanpela traipela kwila i bruk. Tasol rop blong en istap insait long graun bilong Papua New Guinea na bai igat nupela kru i kamap.

Ein großer Kwila Baum ist gefallen. Aber seine Wurzeln sind tief eingegraben in der Erde Papua-Neuguineas und es wird ein neuer Spross daraus erwachsen.

In den Jahren die mein Leben mit diesem Land verbinden, hatte ich nie das Privileg dieser Frau zu begegnen. Nur den Namen habe ich immer wieder gehört: Schwester Maria Horn.
Und so ist es für mich etwas Besonderes, auch im Rahmen meiner Tätigkeit als Regional Referent für Papua Neu-Guinea und die Anrainerländer im Pazifik, mit denen die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern verbunden ist, einen Nachruf zu diesem Anlass zu sprechen.

Die einzelnen Stationen ihres Wirkens und Lebens hat Dr. Traugott Farnbacher ja bereits wunderbar dargestellt.
Was für ein Leben. Da kann ich nur staunen und dankbar sein.
Und wenn ich überlege, mich vielleicht ein wenig hineinversetze, dann sehe ich eine junge Frau die sich mit 25, 26 Jahren aufmacht in die große Ferne, hinein ins Unbekannte, getragen in ihrem Glauben und der Gemeinschaft ihrer Schwesternschaft.

1953, das war eine andere Zeit, ja, die Welt war eine andere. Der Krieg steckte noch tief in den Knochen, aber es war auch eine Zeit des Aufbruchs. Und es ist ja unglaublich, welche Veränderungen die Welt und auch die Kirche in den 41 Jahren ihres aktiven Dienstes umformten. Unbeirrt folgte sie dem Ruf Jesu und ich setze an dieser Stelle sehr gerne und bewusst dieses aus der Mode gekommene Wort ‘Dienen‘. Ihr ganzes Herz stellte sie in den Dienst der Kranken, Frauen und Kindern. Der Gesundheitsdienst ist unverrückbar verbunden mit Jesu Worten und Auftrag, und da sprechen wir auch von den Werken der Barmherzigkeit (Mt 25,34-46). Auf diesen Worten Jesu gründet sich bis heute Missionsarbeit und Kirche in ihrer Mission in der Welt. Von daher gesehen war und ist Schwester Maria Horn Teil eines großen Auftrages gewesen.

Anfangs hatte ich von dem mächtigen Kwila Baum gesprochen der gefallen ist. Jeder Baum wird fallen, aber die Wurzeln ihres Baumes sind tief eingegraben in die Erde. Und es werden aus diesen Wurzeln neue Triebe hervorkommen.
Jesus selbst wird sie hervorrufen und Früchte tragen lassen.

Heute würden wir sagen, Schwester Maria Horn war eine Powerfrau. Ja, und im Betrachten des großen Auftrages in dem sie unterwegs war, möchte ich ihren Einsatz auch in den Dienst der vielen, vielen Frauen stellen, stellvertretend sozusagen, die genauso ihr Leben, ihre Kraft, ihr Herz in den Dienst Jesu gestellt haben, die aber so gut wie nie genannt oder erwähnt werden. Das sind oft die mitausgereisten Ehefrauen, das sind die Frauen der frühen einheimischen Evangelisten und Pfarrer und anderer kirchlicher Mitarbeiter, das sind die Frauen, die Richtungsweisend Säulen der Gesellschaft und Kirche sind, dort wo sie leben.
Ich denke das darf hier so gesagt werden, da wir als Werk Mission EineWelt eben auch einen großen historischen und personellen Blick in die Geschichte haben.

Auch heute sind wir mit der Kirche in Papua-Neuguinea eng verbunden.
2019 hatte ich das riesige Privileg Etep zu besuchen. Und ich kann Ihnen sagen, es ist eine wunderbare Perle dort oben an den Hängen des Saruwaged-Gebirges.

Die Geschichte mit Etep und den anderen kirchlichen Krankenhäusern geht weiter.
Das ist wichtig. Die junge deutsche Familie, die heute dort ihren Dienst tut, führt diesen Segen weiter zum Wohl der Menschen in der Region. Es bleibt eine große Geschichte, eine Geschichte Gottes, wie er Menschen ruft und beruft und wie sich Menschen ansprechen lassen und diesem Ruf folgen. So schauen wir in das Gestern und gehen in ein Morgen.

Gott ist gut. Ich wünsche uns seine Nähe und Kraft in der kommenden Zeit.